Fasnet in Aulendorf – 11.11. um 11 Uhr 11 – Martini

Auch die Fasnet in Aulendorf beginnt  – wie im schwäbisch-alemannischen Raum üblich – erst  ab dem Fest „Heilige Drei Könige“ also ab  dem 6. Januar. Trotzdem gehört der 11.11. zum traditionellen Jahresablauf der Aulendorfer Narren.

 

Der Martinstag war schon in alten Zeiten ein sogenannter „Lostag“. An diesem Tag liefen die Arbeitsverträge der Knechte und Mägde aus – es war Zahltag. Oft war es auch ein Tag des Arbeitsplatz-, und damit des Wohnortwechsels. An Martini waren Zins- und Pachtzahlungen fällig. Es war aber auch der letzte Tag vor den 40-tägigen Weihnachtsfasten – es durfte nochmals geschmaust, getrunken und getanzt werden.

St. Martin in der Stdtpfarrkirche

St. Martin in der Stadtpfarrkirche

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Närrischer Frühschoppen

Närrischer Frühschoppen

11.11.11 Uhr 11  –  Die Häufung einer Primzahl in einer Zeitangabe und dazu noch die der „Narrenzahl“ 11 – etwas Schöneres konnte es für Narren doch gar nicht geben, als diese Minute als die ihre zu feiern. So war es auch in Aulendorf. Schon Ende des 19. Jahrhunderts konnte man in den Zeitungen vom närrischen Frühschoppen an Martini um 11 Uhr 11 lesen. Ein weiterer Grund zu feiern ist in Aulendorf, dass zu diesem Zeitpunkt im Jahre 1949 der Verein „Narrenzunft Aulendorf e.V.“ gegründet wurde. Zur Fasnet in Aulendorf gehört also auch der 11.11., an dem bei einem gemütlichen Frühschoppen über die kommende Fasnet
(‚s goht d’rgege!) gesprochen wird und an dem, wenn nötig, auch das „Fürnehm und unerbittlich Ruggericht der Aulendorfer Narren“ tagt, um gar „fürchterliche“ Vergehen in abschreckender Weise zu bestrafen.

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