Buntes Licht, laute Rhythmen und ausgelassene Narrenstimmung – all das erfüllte am Samstagabend die bis auf den letzten Platz gefüllte Stadthalle. Der diesjährige Zunftball der Aulendorfer Narrenzunft stand unter dem Motto „Blinklicht, Graffiti, Gebrüll und Gerumpel – mir feirat die Fasnet im Großstadtdschungel!“. Wie jedes Jahr strahlt die Stadthalle in ihrem bekannten närrischen Gewand und versetzt die Besucher sofort in Fasnetsstimmung.
Auftakt und Einmarsch
Den feierlichen Start bildete der Fanfarenzug Aulendorf, der das Publikum klangvoll auf den Abend einstimmte. Im Anschluss zog Burggraf Andreas I. mit großem Gefolge ein, begleitet von Zeremonienmeister, Hofnarr, Pagen und dem Zunftrat. Die Pagen begeisterten mit einem schwungvollen Tanz.
Nachwuchs und Tanz
Die Kinder-Sprunghexen eröffneten erstmals den Abend und wurden vom Publikum begeistert aufgenommen. Direkt danach zeigten die jungen Fahnenschwinger ihre Schwarzlicht-Show, bei der die leuchtenden Fahnen spektakulär durch die Halle wirbelten. Für schwungvolle Akzente sorgten die Tanzbären aus Oggelshausen mit einer energiegeladenen Hula-Hoop-Show.
Bolly Stop Minis
Ein besonderer Programmpunkt war die Rückkehr einiger bekannter Gesichter von Bolly Stop, die sich nun als das Trio „d‘r Burggraf, d‘r Zere und i“ präsentierten. Nachdem die Kultgruppe im Vorjahr ihren Ruhestand angekündigt hatte, war das überraschende Comeback in kleinerer Besetzung umso mehr ein Erlebnis für das Publikum, das sie begeistert mit Gesang unterhielten.
Für einen weiteren Show-Act sorgten die Celtic Boys als Zuhälter der Großstadtnacht, als sie die Bühne betraten. Dieses Mal präsentierten sie eine instrumentale Darbietung auf Gummihühnern, die eigentlich als Hundespielzeug gedacht sind. Mit nur einem Ton – na gut, einem quietschenden – brachte die Hühner das Publikum ordentlich in Schwung! Anschließend begeisterten die Boys erneut mit ihren bekannten, immer noch mitreißenden Hüftschwüngen, sodass ihr energiegeladener Auftritt vom Publikum begeistert aufgenommen und mit lautstarkem Jubel honoriert wurde.
Humorvoller Höhepunkt: Frauensport & Männersport

Mit Tanz und Humor überfallen die Bankräuber des SGA Männersports die Bühne – das Publikum freut sich über jede Bewegung.
Den dramaturgischen Höhepunkt des Abends bildete das gemeinschaftliche Bühnenprogramm von SGA Frauensport, unterstützt vom SGA Männersport In einem kurzweiligen, multimedialen Sketch erzählten sie mit viel Humor die Geschichte eines spektakulären Bankraubs, bei dem Schloss und Stadtkasse ins Visier genommen wurden. Tanzende Bankräuber und zu Leben erwachte Geldsäcke sorgten für jede Menge Bewegung – und überhäuften auch das Publikum mitsogenannten „Moneten“, einer eigens geschaffenen Aulendorfer Währung, die das Konterfei von Bürgermeister Matthias Burth zierte. Wie man die Scheine verwenden kann, bleibt weiterhin ein Geheimnis des Großstadtdschungels.
Der anschließende Auftritt der Aulendorfer „Spezialeinheit“ zu den Klängen der altbekannten Titelmusik „Großstadtrevier“, gespickt mit liebevoll überzeichneten Klischees, sorgte für weitere Lacher und anhaltenden Applaus. Die Hauptrolle erinnerte auffallend an ein bekanntes Gesicht des Aulendorfer Ordnungsamts – wobei betont wurde, dass sämtliche Ähnlichkeiten rein zufällig seien. Im großen Showdown setzte sich schließlich die Ordnungsmacht durch. Am Ende wurde deutlich, dass nicht das Geld der wahre Schatz der Stadt ist, sondern der symbolische Schlüssel der Macht, der traditionell in der Fasnet an die Narren übergeht.
Kreativität auf der Bühne: Kostümprämierung
Auch die Kostümprämierung beeindruckte mit fantasievollen Ideen: Von leuchtenden Kehrmaschinen über detailreiche Wolkenkratzer bis hin zu Ratten, zeigten die Gruppen Kreativität, Handwerkskunst und viel Liebe zum Detail.
Ausklang: Party im Großstadtdschungel
Zum Abschluss sorgten die Kau-Boyz mit ihrer Musik für ausgelassene Stimmung, und die Tanzfläche war bis in die frühen Morgenstunden voll. Aulendorf bewies einmal mehr, dass Fasnet nicht nur Tradition, sondern auch Kreativität, Humor und generationsübergreifendes Feiern bedeutet – mitten im närrischen Großstadtdschungel.







