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Ab jetzt goht’s dagega

Das war’s. Das Aulendorfer Narrengericht fällte sein Urteil und setzte  damit der diesjährigen Fasnet ein jähes Ende.

Das war’s. Das Aulendorfer Narrengericht fällte sein Urteil und setzte
damit der diesjährigen Fasnet ein jähes Ende.

AULENDORF – Auf dem Aulendorfer Schlossplatz hat am Dienstagabend das Narrengericht vor den Aulendorfer Narren das letzte Urteil über die Fasnet gefällt.  Jetzt kommt das Gericht, jetzt hot’s a End“, rief der Narrenrichter und die Fasnet wurde in Form einer Narrenpuppe an den Narrenbaum gehängt und entzündet. Das Symbol der Fasnet brannte lichterloh und versprühte ihr Leben.

„Oh jeerum, oh jeerum.
Die Fasnet hot a Loch.“
Die klagenden Narren

Die Narren – verkleidet als Hemdglonker – stimmten ein letztes Mal den Aulendorfer Narrenmarsch an und tanzten um den Baum. Klagend und weinend gaben die Narren ein „Oh jeerum, oh jeerum. Die Fasnet hot a Loch“ von sich, ehe der Burggraf die Zimmerleute beauftragte, den Narrenbaum zu fällen: „Das könnt ich niemals machen, den schene Baum umlegen, Zimmerleute das ist eure Aufgabe.“ Ein Sägenhieb nach dem anderen versetzte den Hemdglonkern einen Stich, und hier und da kullerten Tränen über die traurigen Gesichter.

Kaum war der Baum gefällt, stürzten sich die Kinder auf den Narrenbaum, um sich ein Stück aus der Baumkrone zu sichern. Kurze Zeit später wurde der Baumstamm in viele einzelne Holzscheiben zersägt. In kleinen Holzstücken wird so – laut Brauchtum – der Samen für die nächste Fasnet im Volk verteilt. Die Fasnet ist vorbei, die Aulendorfer Narren blicken nach vorne und rufen: Ab jetzt goht’s dagega.

Bericht: Schwäbische Zeitung Lokalausgabe Bad Waldsee 05.03.2014
Bericht und Bilder: Carina Maucher

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