Category: Berichte

Mitgliederzahl der Narrenzunft bleibt gleich

AULENDORF (sz) Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der Narrenzunft Aulendorf hat Zunftmeister Rolf Reitzel über ein erfolgreiches Vereinsjahr 2013 berichtet.

In seiner Doppelfunktion als Zunftmeister und Burggraf durfte Reitzel – gemeinsam mit seinen zwei Stellvertretern Florian Angele und Paul Mock – wieder viele Termine wahrnehmen. Er berichtete, dass die Aktion am Gumpigen „Weniger Alkohol – mehr Gumpige“ fortgeführt wurde erhofft sich, dem Alkoholmissbrauch weiter entgegen zu wirken. Dies teilte Archivar Peter Herbst der SZ mit.

Beim Förderverein der Narrenzunft habe es zudem einen Wechsel gegeben. Da Jürgen Krause aus persönlichen Gründen das Amt des Vorsitzenden abgab, wurde Britta Wekenmann in der jüngsten Sitzung zur neuen Vorsitzenden gewählt.

Während der Versammlung wurde auch über die Anzahl der Mitglieder informiert, die sich im Vergleich zum Vorjahr kaum veränderte, wie Mitgliedswart Michael Weißenrieder bekannt gab. Zum April 2014 waren es 2076 Mitglieder, deren Durchschnittsalter 53 Jahre beträgt. Die Jugendarbeit müsse demnach forciert werden.

ZM_ROLF

Zunftmeister und Burggraf Rolf Reitzel und sein Stellvertreter Paul Mock sind zufrieden.

Bei den Maskenträgern ergab sich keine Änderung zum Vorjahr, so Maskenwart Andreas Herkommer. Insgesamt sind es 2063 Masken. Auch schilderte er den anwesenden Mitgliedern seinen Aufgabenbereich, der von der Maskenbelehrung über den Info-Abend für Neumasken, Bestellung der Maskenbändel und Schellen bis zum Ehrenabend und der Häsabnahme reicht.

Der stellvertretende Säckelmeister Jürgen Krause konnte von einem positiven Vereinsjahr berichten und dass, obwohl neben den laufenden Kosten auch eine Sondertilgung für das Zunftheim geleistet wurde.

Der stellvertretende Ordenswart Christian Scheffold berichtete von drei verliehenen Jubiläumsorden, sowie zwölf Sternenorden und acht Hausorden für Mitglieder, Maskenträger und Zunfträte die jahrelang ehrenamtliche Leistungen erbrachten, um mit hohem Engagement das Brauchtum der Narrenzunft zu unterstützen. Des weiteren wurden 390 Jahresorden für viele ehrenamtliche Tätigkeiten, Engagement und Sponsoring verliehen. Für die runden Mitgliedschaften der Mitglieder von 10 bis 50 Jahre wurden 136 Ehren-Nadeln vergeben.

Zum Abschluss gab Zunftmeister Reitzel die bereits feststehenden Auswärtsfahrten für die Fasnet 2015 bekannt. Diese sind in der Reihenfolge Sachsenheim, Weingarten, Waldkirch, Baienfurt, Bad Waldsee und Ehingen.

Bericht: Schwäbische Zeitung Lokalausgabe Bad Waldsee 03.06.2014
Foto: peter Herbst

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.narrenzunftaulendorf.de/mitgliederzahl-der-narrenzunft-bleibt-gleich/

Zunfträte für die nächsten zwei Jahre im Amt bestätigt

AULENDORF (sz) – Die Narrenzunft Aulendorf kann hoffnungsvoll auf die beiden nächsten Narrenjahre vorausschauen. Alle zur Wahl anstehenden Posten der geschäftsführenden Zunfträte konnten mit den bisherigen Verantwortlichen besetzt werden. Bei der verflossenen Zunftratssitzung sprachen die anwesenden Zunfträte den bisherigen Stelleninhabern das volle Vertrauen aus. Erfreut zeigte sich auch Zunftmeister Rolf Reitzel über den Ausgang der Wahlen, die wieder auf eine erfolgreiche und gute Zusammenarbeit in den nächsten zwei Jahren hoffen ließen, meinte der Zunftmeister und dankte den Gewählten für ihre erneute Bereitschaft zum Wohle der Narrenzunft.

Gewählt wurden die beiden stellvertretenden Zunftmeister Flo Angele und Paul Mock, Narrenschreiberin Stefanie Weber, Säckelmeister Christian Ramsperger, Mitgliedswart Michael Weißenrieder, Umzugswart Philipp Fischer, Ordenswart Joachim Zimmermann, Zeugwart Markus Schwarz und Maskenwart Andreas Herkommer.

Auch beim Jungzunftrat standen Wahlen an. In einer separaten Sitzung wählte der  Nachwuchs“ der Narrenzunft zum Ersten Vorsitzenden Jochen Albrecht, Stellvertreter Tobias Tschugg, Kassierer Kai Gehnen, Stellvertreterin Sandra Daiber, Schriftführerin Deborah Bichler, Stellvertreterin Maike Egenter und Zeugwart Ferdinand Feucht.

Über die verflossene Landschaftssitzung der Landschaft Oberschwaben/ Allgäu in Bad Waldsee berichtete der Stellvertretende Zunftmeister Paul Mock. Er gab unter anderem bekannt, dass die nächste Landschaftssitzung am 20. Oktober in Aulendorf stattfindet. Ferner erklärte er, dass die diesjährige Mitgliederversammlung der Narrenzunft am 28. Mai veranstaltet werde. An diesem Tag informieren die neu gewählten Zunfträte und Zunftmeister Rolf Reitzel die Mitglieder über die abgelaufene Fasnet.


Bericht: Schwäbische Zeitung Lokalausgabe Bad Waldsee 30.04.2014

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.narrenzunftaulendorf.de/zunftraete-fuer-die-naechsten-zwei-jahre-im-amt-bestaetigt/

Ab jetzt goht’s dagega

Das war’s. Das Aulendorfer Narrengericht fällte sein Urteil und setzte  damit der diesjährigen Fasnet ein jähes Ende.

Das war’s. Das Aulendorfer Narrengericht fällte sein Urteil und setzte
damit der diesjährigen Fasnet ein jähes Ende.

AULENDORF – Auf dem Aulendorfer Schlossplatz hat am Dienstagabend das Narrengericht vor den Aulendorfer Narren das letzte Urteil über die Fasnet gefällt.  Jetzt kommt das Gericht, jetzt hot’s a End“, rief der Narrenrichter und die Fasnet wurde in Form einer Narrenpuppe an den Narrenbaum gehängt und entzündet. Das Symbol der Fasnet brannte lichterloh und versprühte ihr Leben.

„Oh jeerum, oh jeerum.
Die Fasnet hot a Loch.“
Die klagenden Narren

Die Narren – verkleidet als Hemdglonker – stimmten ein letztes Mal den Aulendorfer Narrenmarsch an und tanzten um den Baum. Klagend und weinend gaben die Narren ein „Oh jeerum, oh jeerum. Die Fasnet hot a Loch“ von sich, ehe der Burggraf die Zimmerleute beauftragte, den Narrenbaum zu fällen: „Das könnt ich niemals machen, den schene Baum umlegen, Zimmerleute das ist eure Aufgabe.“ Ein Sägenhieb nach dem anderen versetzte den Hemdglonkern einen Stich, und hier und da kullerten Tränen über die traurigen Gesichter.

Kaum war der Baum gefällt, stürzten sich die Kinder auf den Narrenbaum, um sich ein Stück aus der Baumkrone zu sichern. Kurze Zeit später wurde der Baumstamm in viele einzelne Holzscheiben zersägt. In kleinen Holzstücken wird so – laut Brauchtum – der Samen für die nächste Fasnet im Volk verteilt. Die Fasnet ist vorbei, die Aulendorfer Narren blicken nach vorne und rufen: Ab jetzt goht’s dagega.

Bericht: Schwäbische Zeitung Lokalausgabe Bad Waldsee 05.03.2014
Bericht und Bilder: Carina Maucher

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.narrenzunftaulendorf.de/ab-jetzt-gohts-dagega-2/