Kategorie: Berichte

Fasnetsauftakt mit Häsrichten

Nach digitalem Häsrichten im Vorjahr findet es diese Fasnetsaison wieder mit Publikum
in der Aulendorfer Stadthalle statt.

Bei der Bestuhlung wird auf Abstand geachtet, es wurden maximal 200 Karten verkauft und die Lüftungsanlage sorgt für eine siebenfache Luftumwälzung. So darf das Häsrichterteam mit Britta Wekenmann, Maria Arnold, Carina Baur, Sandra Daiber, Irene Steinhauser und Tina Heinemann ihres Amtes walten.Begleitet werden ihre Darbietungen von der Band DreiXang, wie der Name schon sagt, ein Trio mit Andreas Herkommer, Gitarre, Peter Baumann, E-Piano und Eva Herkommer, Gesang und ebenfalls musikalisch eingerahmt wird das Programm natürlich vom Fanfarenzug Aulendorf.

Der Fanfarenzug eröffnet die Veranstaltung mit Liedern zum Mitklatschen von der Galerie herunter, sodass der gut gefüllte Saal in Stimmung kommt. Der neue Zunftmeister Flo Angele begrüßt alle zur einzigen „Ballveranstaltung“ von Dreikönig bis Aschermittwoch und berichtet vom Impfteam, das immer montags in der Halle ist, dass diese die Wand-Deko als sexistisch bezeichnet hätten, aber für ihn ist es Denkmalschutz und Häsrichten ist Brauchtum und kein Ball. Danach geht es auf der Bühne zum Verschwörungsort der Aulendorfer Masken wobei einer Eckhexe der Besen abbricht, kommentiert mit „Besen ab, Hexe schlapp“.

Mit „Ha ha ha – was saischt au!“ spielt der Fanfarenzug eine Zugabe und die Pagen des Erbgrafen Andreas I. tanzen und wollen die Fasnet zurück. Flo begrüßt in der nächsten Umbaupause anwesende Stadträtinnen und Stadträte, für die Verwaltung Brigitte Thoma, die Feuerwehr, als Vertreter der Wirte Werner Krattenmacher, Altzunfträte und ehemalige Häsrichter, Abordnungen der Zünfte aus Baienfurt, Weingarten, Tettnang und Zollenreute mit ihren Narrenrufen. Nur für den ungeimpften Bürgermeister Matthias Burth bleibt lediglich ein Gruß nach Hause, nach Steinenbach mit Flo`s Kommentar „wenn Du eh schon daheim hockst, dann hast Du lieber daheim Frieden, als in der Stadt.“ Pünktlich zu seinem Genesenenstatus werde ihm dann der Rathausschlüssel abgenommen werden können, kündigt er zudem an.

Dann startet das Häsrichten mit dem Lied: „Jetzt gohts los, Aulendorf ist groß“ und ein unrasierter Bürgermeister mit zerzaustem Haar in der Coronafasnet 2021 sorgt für Lacher. Der Bürgermeister wird gerne veräppelt, hat er doch den 80. Geburtstag seines Vaters vergessen und wieder einmal seinen Hochzeitstag. Deshalb wird ihm eine Schnörkelesdemenz attestiert. Weitere Geschichten werden auf dem Schwätz-Bänkle des Stadtseniorenrats erzählt, so von dem Tannenbaum, der bei der Familie Blaser zum Narrenbaum umdekoriert wurde, aber fast nicht am Ende gefälllt werden konnte, denn festgefroren oder einbetoniert leistete der Baum Widerstand wie ein Bumerang.

Auch über die Stadtkämmerin Silke Johler gab es zu berichten, dass ein Klappern in ihrem Auto, sich als leere Flaschen entpuppten und der Schaden schnell behoben werden konnte. Ein anderes Missgeschick mit dem Auto erlebte der heute nicht anwesende Wirt Daniel Jöchle weil er in der Hofausfahrt gegen das geparkte Auto seiner Frau fuhr.

Eine Namensverwechslung gab es in der Firma Carthago, als der stellvertretende Betriebsrat die Gewerkschaftssekretärin Helene Sommer bei einer öffentlichen Versammlung mit Helene Fischer anredete. Und auch über die Nachbarstadt Bad Waldsee wurde gespottet, denn im Sommer letzten Jahres standen die Badegäste bis zu 7 Stunden in der Warteschlange, dank einer elektronischen Einlasskontrolle. Eine weitere Geschicht aus Bad Waldsee drehte sich um den abgebauten Federlesbrunnen, der zu Marco`s Garten gefahren wurde, was auf Social media gepostet und vielfach mit einem Kaufangebot beantwortet wurde.

Bei Flo selbst war es eine Kleinigkeit, ein neues Häs musste her, denn die Motten hatten Löcher in die Weste gefressen und die Hose war plötzlich zu eng, was den Kalorien zuzurechnen ist. Zu guter Letzt fehlt ein roter Bendel an seinem Anzug. Heute war er aber ordentlich gekleidet. Der Narrenmarsch beendete das zweistündige Programm Häsrichten 2022, es gab noch Orden zu diesem Anlass zu verteilen und Flo kündigte an, eine kleine organisierte Hausfasnet werde ab dem Gumpigen stattfinden, womit er auch illegalen Straßenumzügen vorbeugen wolle.

Text: Gerhard Maucher
Veröffentlicht: 13. Februar 2022
Bei BLIX – die Bildschirmzeitung

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.narrenzunftaulendorf.de/fasnetsauftakt-mit-haesrichten/

Häsrichten am 12. Februar 2022

Die Narrenzunft Aulendorf bietet Ihren Mitgliedern die erste Brauchtumsveranstaltung nach dem Ehrenabend in Präsenz an. 


Normalerweise eröffnet diese, drei Wochen vor dem Fasnetssamstag, die Ballsaison.  Dieses Jahr wurde der Termin auf den 12. Februar verschoben. Vermutlich wird es sogar die einzige Hallenveranstaltung in dieser Fasnet bleiben.

Britta Wekenmann, Maria Arnold, Carina Baur, Sandra Daiber, Irene Steinhauser und Tina Heinemann bilden seit einigen Jahren das Häsrichterteam. Seit November bereiten sie sich auf diesen Abend vor. In Text und Gesang werden die Geschichten auf die Bühne gebracht, die sowohl Aulendorfern als auch anderen bekannten Persönlichkeiten aus der näheren Umgebung unterm Jahr passiert sind.

Mitglieder können am 08.02.22 von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr unter 2G Bedingungen und mit ffp2 Maske eine Karte im Zunftheim erwerben. Mitgliedsausweis bitte nicht vergessen.
Unterstützt das Team und die Zunft mit eurem Kommen. In der Stadthalle werden alle erforderlichen Maßnahmen zur sicheren Durchführung dieser Brauchtumsveranstaltung ergriffen. Kommt und erfreut euch am Fanfarenzug Aulendorf, den Hofpagen, den Masken vom Verbannungsort, dem Maskenmeister, den Häsrichtern. 

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.narrenzunftaulendorf.de/haesrichten-am-12-februar-2022/

Ehrenabend 2022

Narrenzunft Aulendorf e.V. ehrt 70 von 364 verdienten Mitgliedern persönlich beim Ehrenabend in der Stadthalle Aulendorf

Zunftmeister Florian Angele li. und der stellvertretende Zunftmeister Michael Weissenrieder re. begrüßen die anwesenden.

Pünktlich um 19:11 Uhr erklingen lang ersehnte Fanfaren- und Trommeltöne von der Empore der Aulendorfer Stadthalle. Der Fanfarenzug Aulendorf lässt es sich nicht nehmen, zu Ehren der etwa 70 Gäste aufzuspielen. 2021 musste der Ehrenabend abgesagt werden. 2022 gibt die Gesetzeslage eine Vereinsveranstaltung unter 2G+ Bestimmungen und weiteren Auflagen aber her, an die sich auch alle ordnungsgemäß hielten. 364 verdiente Mitglieder hat die Narrenzunft auszuzeichnen. Für diesen Abend wurde im Vorfeld extra die Ehrungsordnung geändert, gibt es doch sage und schreibe 11 Mitglieder, die bereits seit 70 Jahren der Zunft treu sind. Diese und die 7, die für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt werden, werden vom Ordensteam zu Hause geehrt. Zum Schutz der Gesundheit. Bei der Begrüßung lässt es sich Zunftmeister Flo Angele natürlich nicht nehmen, Markus Schwarz mit Team für die närrische Deko zu danken. Ebenfalls lobte er die tolle Zusammenarbeit mit BM Burth und T. Nolte von der Verwaltung. Oberste Priorität muss in diesem Jahr die Durchführung des Brauchtums haben. Beginnend mit dem Blick auf den Verbannungsort der Masken mit Häsrichten am 12.02.22, dem Hexeneck und der Abholung des Narrenrechts, dem Narrenbaumstellen und -fällen, der Bilderausstellung der Kindergärten usw. Für all diese Bräuche werden mit intensiven Gesprächen aller Beteiligten Konzepte entwickelt, die einen sicheren Verlauf ermöglichen. Der weitere Verlauf des Ehrenabends war natürlich geprägt von den Ehrengästen, den markigen Sprüchen des Zunftmeisters, von alten Bildern und Zeitungsartikeln. Mit dem Großen Verdienstorden in Bronze wurde der langjährige Umzugswart P. Fischer ausgezeichnet. Mit dem Hausorden Maskenwart K. Gehnen und 5 Mitglieder des Fanfarenzugs: J Daiber, J. Willbold, P. Käser, D. Schwarz und A. Fischer für 20 Jahre FZ. M. Beutinger erhielt den Sternorden für 10 Jahre FZ. Weitere Sternorden gingen an P. Baurmann für den Gewinn des „Närrischen Ohrwurm 2019“ mit der Einmannband², die Wirtsleute B. & P. Engel, O. & D Jöchle und S. Kremmler-Sonnenmoser für 10 Jahre Sprunghexen. Munter weiter im Ordensreigen ging es mit 6 von 63 Anwesenden 50ern, 18 von 55 40ern, 20 von 90 30ern, 20 von 94 20ern und 6 von 44 10ern. Rundum zwar keine „rauschende Ballnacht“, wie Zunftmeister Flo gerne sagt, aber, so Angele weiter, „Mir Auladorfer sind halt die Geilschte!“

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.narrenzunftaulendorf.de/ehrenabend-2022/

Hauptversammlung der VSAN von 14. bis 15.01.2022

Liebe Narrenfreunde,

wir möchten uns nochmals bei allen für die Teilnahme an der Hauptversammlung unserer Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte in Aulendorf bedanken.

Diese besondere Situation, hat eine kurze Hauptversammlung inkl. Tagungen des Präsidiums und des kulturellen Beirats erfordert. Dennoch hat es vom Gefühl her jedem gutgetan, sich wieder zu sehen, in seinem Häs oder Ornat auf langjährige Narrenfreunde zu treffen. Auch beim coronakonformen Auftritt unseres Fanfarenzuges auf der Empore unserer altehrwürdigen Stadthalle hat man beim ein oder anderen eine Freudenträne oder ein Lächeln im Gesicht gesehen.

Eines haben wir umso mehr festgestellt, seine Narrenfreunde in Präsenz zu sehen war vielen eine lange Anreise wert, bei der sich jeder Kilometer gelohnt hat. Auch für uns Aulendorfer, hat sich jede Stunde der Organisation, genau für diese Momente mehr als gelohnt.

Mit diesen positiven Eindrücken, dass sich eine „kleine“ Fasnet doch ermöglichen lässt, wünschen wir Euch viel Kraft, gute Ideen und eine glückselige Fasnet.

Wir würden uns freuen, wenn wir an unserem Landschaftstreffen am 15./16. Februar 2025 wieder den ein oder anderen in unserem „Narrenstädtle“ Aulendorf begrüßen dürfen.

Närrische Grüße aus Aulendorf

Zunftmeister Stellv. Zunftmeister                           Stellv. Zunftmeister
Florian Angele                                                                      Michael Weißenrieder

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.narrenzunftaulendorf.de/hauptversammlung-der-vsan-von-14-bis-15-01-2022/

Jahreshauptversammlung der VSAN in Aulendorf

Närrisch geschmückte Stadthalle

 

Zunftmeister Flo Angele begrüßt die Anwesenden

 

Roland Wehrle, Präsident der VSAN

 

 

 

 

 

Nicht wie sonst üblich, mit 800-1000 Teilnehmern, sondern nur mit rund 140 Vertretern der 68 Mitgliedszünfte der Vereinigung Schwäbisch Alemannischer Narrenzünfte (VSAN), fand am Wochenende die Jahreshauptversammlung zum ersten Mal in Aulendorf statt. Auch das traditionelle Begleitprogramm und der bunte Abend konnten pandemiebedingt nicht stattfinden. Dennoch wehte ein kleiner Hauch von Fasnet durch die wunderschöne, närrisch dekorierte Aulendorfer Stadthalle. Gewohnte Klänge des Fanfarenzugs Aulendorf, der Narrenruf des Zunftmeisters der Narrenzunft Aulendorf, Florian Angele und die Worte des Präsidenten der VSAN, Roland Wehrle, bei der im Anschluss an die Versammlung stattfindenden Pressekonferenz, machten Hoffnung auf ein bisschen mehr Fasnet als im letzten Jahr. Alles was an Brauchtum stattfinden darf, soll in Präsenz stattfinden können, denn Fasnet lässt sich nicht verbieten. Große Narrensprünge mit tausenden Zuschauern wird es allerdings kaum geben. Blankes Entsetzen ereilt Wehrle bei dem Gedanken, die Fasnet in den Sommer zu verlegen. Die Fasnet hat ihren festen Platz im Kalender wie Weihnachten und Ostern. Nun müssen halt Konzepte für Kindergärten- und Schulbesuche gemeinsam erstellt werden und auch die Senioren dürfen nicht vergessen werden. Immer in enger Abstimmung mit der Landesregierung und der örtlichen Behörden, so Wehrle. Weiter ruft der Präsident der ältesten Narrenvereinigung im deutschen Südwesten, mit der Pflicht, das Brauchtum und Kulturgut der schwäbisch-alemannischen Fastnacht zu erhalten, zu bewahren und zu pflegen, erneut zur Impfung auf. Gleichzeitig verurteilt er bereits im Voraus alle Impfgegner, die die Fasnet für ihre „Spaziergänge“ missbrauchen wollen. Zunftmeister Florian Angele brachte es abschließend nochmal auf den Punkt: „Allen zur Freud und niemandem zum Leid.“ So funktioniert die Fasnet und das Brauchtum seit jeher und sein Stellvertreter Michael Weissenrieder resümierte, dass diese Jahreshauptversammlung nicht nur für die Vernunft der Narren warb, die sich alle vorbildlich an die 2G+ Regelung gehalten haben, sondern auch für ganz Aulendorf eine großartige Veranstaltung war.

 

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.narrenzunftaulendorf.de/hauptversammlung-der-vsan-in-aulendorf/

Martinisitzung am 11.11. in Aulendorf

Narrenzunft feiert im Ritterkeller – Endlich wieder 2 Stunden Normalität

 

Der Stellvertretende Zunftmeister Michael Weißenrieder schlägt zum ersten Mal den Gong.

Michael Weißenrieder eröffnet zum ersten Mal die Martinisitzung der Narrenzunft Aulendorf am 11.11. mit 11 Gongschlägen. Im Anschluss daran begrüßt Zunftmeister Flo Angele alle Anwesenden, im Besonderen alle Zunfträte, Ehrenzunfträte, Jungzunfträte und die Ehrenzunftmeister Harmut Sczech, Klaus Wekenmann und Rolf Reitzel. Die Sitzung im Ritterkeller findet unter 3G+ Regelung statt und als stellvertretenden Bürgermeister begrüßt er Franz Thurn, der die Grußworte von Matthias Burth überbringt. Per Mail habe er die Worte morgens um 6 Uhr erhalten, mit dem Auftrag ebenfalls kein Geschenk zu überbringen. Dafür bittet er die Narrenzunft, ihm doch eine Email zu schicken, damit er was zu lesen hat. Die ausgefallene Fasnet und das abgesagte Landschaftstreffen 2021 bedauert Burth sehr, sagt aber für den neu angesetzten Termin 2025 alle Unterstützung der Stadtverwaltung zu. Angele findet das sehr leichtfertig, da zwischenzeitlich Wahlen stattfinden und er evtl. gar kein Bürgermeister mehr ist. Weiter galt sein Dank der Stubenfasnet, die sensationellen Anklang fand und gratulierte Flo Angele und Michael Weißenrieder zur Wahl zum Zunftmeister und Stellvertreter.

Rolf Reitzel wurde die Urkunde zum Ehrenzunftmeister überreicht.

Weitere Dankensworte fand er für die stets konstruktive Zusammenarbeit mit dem scheidenden Zunftmeister Rolf Reitzel, der Zwischenzeitlich zum Ehrenzunftmeister gewählt wurde. Er hoffe, dass 2022 eine normale Fasnet stattfinden kann, vor Allem für die vielen Kinder, die unter der Pandemie am Meisten leiden mussten. Franz Thurn wird als Mitglied der Fanfarengruppe Tannhausen mit Hui Hanui verabschiedet und Helmut Zipprich als König von Tannhausen nochmal mit dem Narrenruf damit begrüßt. Weiterhin begrüßt werden Christoph Lang, Rektor am Schulzentrum, Krattenmachers als Altwirte von Aulendorf, die anwesenden Hexenwagenhexen  und alle anderen Mäschkerle..

„Halbsoschlimm“ vertonten in der Pausen traditionell gekonnt,die Aulendorfer Fasnetslieder wie Narrenmarsch und Fasnetschunkler. Geburts- und Namenstagskind Martin Braitsch wurde mit einem Ständchen bedacht, ebenso dachte man an Oskar, das Ehrenzunftmeisterenkelkind, der ebenfalls Geburtstag feiert. Auch einen 10. Hochzeitstag gibt es in der Reihen der Zunftrates: Gabriele und Stefan Weinfurter.

Michael Weißenrieder blickte auf die virtuelle Fasnet 2021mit 45.000 Klicks auf die Homepage und 10.000 Zuschauer der Stubenfasnet von Flo Angele und Wolfgang Heyer zurück und wagte den Ausblick auf eine Präsenzfasnet 2022 und verkündete alle Termine die innerhalb und außerhalb von Aulendorf. Der erste Höhepunkt wird die Jahreshauptversammlung der VSAN vom 14.-16.01.2022 sein, die rund 400-700 Gäste nach Aulendorf locken wird.

Zunftmeister Florian Angele bei der Bekanntgabe des Fasnetsmotto.

Nach der Inthronisation des Hofstaates Andreas Herkommer (Burggraf), Jürgen Müller (Zeremonienmeister), Ramona Angele (Hofnarr) und Britta Wekenmann (Hofnarr) verkündete Florian Angele in gewohnt humoristischem Reim das Motto für die kommende Fasnet: „Alles spielt, knobelt, zockt und fangt, im Aulendorfer Spieleland“.

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.narrenzunftaulendorf.de/martinisitzung-am-11-11-in-aulendorf/

Tagung der Kulturbeauftragten

Am 03. Oktober 2021 waren wir auf der Tagung der Kulturbeauftragten in Bad Dürrheim.

Interessante Vorträge, super Gespräche und ein Austausch mit Narrenfreunden.

Wir durften über unsere Fasnet 2020 und das Thema Inklusion berichten.

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.narrenzunftaulendorf.de/tagung-der-kulturbeauftragten/

Flo Angele ist neuer Zunftmeister

Rolf Reitzel und Paul Mock verabschieden sich aus der Spitze der Narrenzunft Aulendorf

Mit Florian Angele hat die Narrenzunft Aulendorf hat einen neuen Zunftmeister. Ihn wählten die Zunfträte am Mittwoch bei ihrer Sitzung in der Stadthalle zum Nachfolger von Rolf Reitzel. Das teilt die Zunft in einer Pressemitteilung mit. Reitzel gab das Amt wie angekündigt nach neun Jahren ab. Er wurde noch in der Sitzung einstimmig zum sechsten Ehrenzunftmeister der Narrenzunft Aulendorf ernannt. Auch sein Stellvertreter, Paul Mock, zog sich nun zurück.

Coronakonform überreichte Rolf Reitzel den Zunftmeisterorden an seinen Nachfolger Florian Angele.

Coronabedingt fand die Sitzung in der Stadthalle statt, mit 47 Zunfträten, von denen 40 stimmberechtigt waren. Unter der Wahlaufsicht von Tom Nagy und Britta Wekenmann wählten sie Flo Angele mit 37 Ja- und drei Nein-Stimmen zum achten Zunftmeister der Narrenzunft Aulendorf. Reitzel, dem ein Abgang mit Landschaftstreffen coronabedingt verwehrt blieb , überreichte Angele den Zunftmeisterorden.

Reitzel, gerührt und zunächst seiner Worte beraubt, und Mock bekamen indes von Michael Weißenrieder, stellvertretend für die Bandmitglieder von Bolly Stop, die Texte des Abschiedssongs überreicht. Mock, dessen Abschied als stellvertretender Zunftmeister und als Zunftrat anstand, fand laut Narrenzunft bewegende Worte. Er habe seine größte Aufgabe darin gesehen, die Fußstapfen von Klaus Wekenmann auszufüllen, und selbst als „Außenminister“ immer die Kontakte zu anderen Zünften aufzubauen und aufrechtzu erhalten, „was ihm mehr als herausragend gelang“.

Michael Weißenrieder selbst wählte die Versammlung zum stellvertretenden Zunftmeister. Durch seinen Amtswechsel war der Posten des Mitgliederwart nachzubesetzen. Tobias Schanne übernimmt ihn nun. Turnusgemäß wurden zudem alle Stellvertreter für die weiteren Posten im geschäftsführenden Zunftrat gewählt.

Neuigkeiten gab es zum Landschaftstreffen, das die Narrenzunft Aulendorf heuer ausgerichtet hätte, wäre nicht Corona dazwischengekommen. Die Narrenzunft Lindau ist laut Narrenzunft bereit, ihren Termin zum Landschaftstreffen 2025 der Narrenzunft Aulendorf zu überlassen. Die Zunfträte stimmten einstimmig für den neuen Termin (15. und 16. Februar 2025), der von der Landschaftssitzung bereits genehmigt wurde und nun vom Landschaftsvertreter Oberschwaben-Allgäu, Franz Mosch, noch dem VSAN-Präsidium zur Absegnung vorgeschlagen werden muss.

Außerdem sprachen sich die Zunfträte dafür aus, das Brauchtum auch digital zu erhalten. Die Zunft plant, altes Filmmaterial zu digitalisieren und neues, hochwertiges Filmmaterial von sämtlichen Brauchtumsveranstaltungen erstellen zu lassen.

Jeweils als Stellvertreter folgender Posten wurden gewählt: Deborah Bichler (Säckelmeisterin), Silke Schulze (Narrenschreiberin), Edgar Kümmerle (Mitgliedswart), Kai Bebendorf (Maskenwart), Manfred Hügler (Umzugswart), Christian Scheffold (Ordenswart), Stefan Weinfurter (Zeugwart), Jochen Albrecht (Zeugwart).

Bericht: Schwäbische Zeitung Lokalausgabe Bad Waldsee 20.03.2021
Text: sz
Foto: peter Herbst

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.narrenzunftaulendorf.de/flo-angele-ist-neuer-zunftmeister/

Eine außergewöhnliche Fasnet ist beendet

Wahl des Nachfolgers von Zunftmeister Rolf Reitzel ist im März geplant

Beim Kehraus in der Stadthalle werden die Aulendorfer Masken verbannt – auch diesen Brauchtumsteil zeigte die Narrenzunft heuer als Video.

Eine außergewöhnliche Fasnet ist auch in Aulendorf zu Ende gegangen. Nachdem die Narrenzunft Aulendorf bereits weit im Vorfeld das Landschaftstreffen absagen musste, wurde irgendwann klar: Auch die Hochfasnet wird unter Corona- Bedingungen nicht mal annähernd wie gewohnt stattfinden können. Doch die Narren haben sich trotzdem ins Zeug gelegt.

„Liebes närrisches Volk, was war das für eine Fasnet? So was braucht man glaub’ nicht mehr“, lässt Burggraf Andreas der I., eine Figur der Aulendorfer Fasnet, in diesem Jahr zum Abschluss in einem Video wissen. Es ist eines von vielen, die die Narrenzunft heuer drehte und auf der Vereinshomepage und Social- Media-Kanälen veröffentlichte, um Fasnetsfreunden auch in Corona- Zeiten etwas zu bieten. Und so gab es neben der interaktiven Stubenfasnet auch ein virtuelles Häsrichten, ein Video von der Maskenbeschwörung, alte Aufnahmen vom Landschaftstreffen 1968, aber auch den Mitschnitt der Narrenmesse, die einzige Liveveranstaltung, die es unter strengen Hygieneauflagen gab, zu sehen. Zahlreich angenommen wurden auch die Ausmalbilder für zu Hause. Die Ulkgruppen reichten Videobeiträge ein, und auch frühere Auftritte der Sprunghexen und der Fasnetslader waren zu sehen.

Anders vorgestellt hatte sich seinen Abschied als Zunftmeister auch Rolf Reitzel, der den Posten nun nach neun Jahren freigibt. Noch mal zu verlängern und weiterhin Zunftmeister bleiben zu wollen, kam für ihn allerdings nie infrage. Auch, weil seinem Nachfolger Zeit bleiben soll, im Amt anzukommen, bevor voraussichtlich 2025 das Landschaftstreffen quasi nachgeholt wird. Die neun Zünfte der Landschaft Allgäu-Oberschwaben der Vereinigung Schwäbisch Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) hat sich laut Reitzel bereits darauf geeinigt, dass Aulendorf in diesem Jahr ausrichten darf. Der offizielle Beschluss der VSAN fehlt noch.

Reitzels Nachfolger als neuer Zunftmeister wird voraussichtlich im März gewählt. Dazu soll es, sofern möglich, eine Zunftratssitzung unter Hygieneauflagen in der Stadthalle geben. Ebenfalls zurück zieht sich Paul Mock, stellvertretender Zunftmeister. „Wir haben das sehr ernst genommen und waren immer und überall präsent“, erinnert sich Reitzel an eine „wunderschöne Zeit“. Die neun Jahre als Zunftmeister seien eine Bereicherung in seinem Leben – samt den Herausforderungen, die es natürlich auch gegeben habe. Er bleibe als Zunftrat weiter dabei. Verabschiedet hat sich Reitzel nun per Videobotschaft – und im kleineren Rahmen per Videotelefon- Treffen. „Vor einem Dreivierteljahr habe ich noch gesagt: Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich aufhöre und es ist nicht mal Fasnet“, erinnert er sich. Auch wenn die Situation eben nichts anderes zuließ, und die Zunft sich größte Mühe gegeben habe, hofft Reitzel, dass es die letzte digitale Fasnet war. „Vom Gefühl her war es einfach nix.“

Auch Michael Weißenrieder, der zusammen mit Edgar Kümmerle das Social-Media-Team der Aulendorfer Narrenzunft bildet, sagt: „So eine Fasnet brauche ich kein zweites Mal.“ Das digitale Angebot sei sehr viel zeitintensiver und aufwendiger als die Normalfasnet, „ich habe das unterschätzt“. Gelohnt habe es sich aber allemal, nicht nur, weil das Aulendorfer Fasnetsbrauchtum damit überregionaler bekannt wurde. Die Narrenzunft verzeichnete allein auf ihrer Homepage seit Jahresbeginn rund 45 000 Aufrufe. „Wir konnten so auch älteren Leuten, die nicht mehr rausgehen können, die Fasnet in die Stuben bringen.“ Die Videos der Brauchtumsveranstaltungen werden demnächst wieder aus dem Netz genommen – nicht nur, weil Fasnet nun mal nicht rund ums Jahr ist, sondern auch, „weil man, um es wirklich zu erleben, selbst dabei sein muss“, findet Weißenrieder.

Getrübt hat die diesjährige Fasnetsbilanz ein Polizeieinsatz am Donnerstag zur sonstigen Umzugszeit. Die Polizei war wegen einer Ansammlung von Fasnetsfreunden in die Hauptstraße gerufen worden (SZ berichtete). Weitere Vorkommnisse gab es in Aulendorf nach Polizeiangaben nicht. Mit einem kleinen Video
auf ihrer Facebookseite bedanken sich die Beamten des Polizeipräsidiums Ravensburg, weil sich die Narren allgemein in der Region im Wesentlichen an die Vorgaben gehalten hätten. „Leider gab es ein paar Unbelehrbare, die ihren Zünften keinen Gefallen getan haben. Aber das war tatsächlich die Ausnahme“, heißt es dort.

In Aulendorf hat die Narrenzunft in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch die Fasnet verabschiedet, wie sie sie eingeläutete hatte: Per Video flimmerten die Rückgabe der Amtsund Schlüsselgewalt sowie die Maskenverbannung über die Bildschirme. Beim traditionellen Abschluss der Aulendorfer Hochfasnet belegt der Maskenmeister die Masken mit einem Bann, „den ein Jahr niemand lösen kann“, und schickt sie fort – bis zum nächsten Jahr.

Bericht: Schwäbische Zeitung Lokalausgabe Bad Waldsee 18.02.2021
Text: Paulina Stumm

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.narrenzunftaulendorf.de/eine-aussergewoehnliche-fasnet-ist-beendet/

Aulendorfer Zunft lädt zu Zeitreise ins Jahr 1968

Narren bringen die Fasnacht von vor 53 Jahren direkt ins Wohnzimmer

Ein bissle Fasnet muss trotz Corona sein. Aus diesem Grund hat die Aulendorfer Narrenzunft am Sonntagnachmittag auf ihrer Homepage 30 Minuten närrisches Treiben des Landschaftstreffens im Jahr 1968 gezeigt. Zur Verfügung gestellt wurde der Streifen von Plätzlerarchivar Andreas Reutter.

Normalerweise stehen am Fasnetssonntag viele Narren an den Straßenrändern, um sich am jährlichen, bunten Winteraustreiben zu beteiligen. Die Pandemie hat das heuer leider verhindert. Ein Fasnetssonntag ohne närrisches Treiben geht jedoch gar nicht. Das fand auch die Narrenzunft Aulendorf, die am Sonntagnachmittag zu einem etwa 30 Minuten langen, virtuellen Narrensprung, bei viel Sonnenschein, jedoch bei klirrenden Temperaturen direkt in die warme Stube einlud. Gezeigt wurde ein Streifen aus dem Jahr 1968, in dem das damalige Landschaftstreffen zu bestaunen war, und aus dem eindeutig hervorging, dass sich bis heute an der Begeisterung für das Fasnetsbrauchtum nicht viel verändert hat.

Auch Michael Weißenrieder, Mitgliedswart der Aulendorfer Narrenzunft (rechts), hat es sich am Sonntagnachmittag nicht nehmen lassen, mit seiner Familie den Streifen von 1968 anzuschauen

So durften die Daheimgebliebenen einen Ausschnitt aus dem Umzug vom 18. Februar 1968 bestaunen, an dem sich seiner Zeit 40 000 Schaulustige hinsichtlich des Landschaftstreffens beteiligten, die sich das närrische Spektakel von etwa 5000 Maskenträgern aus der gesamten Region, 30 Musikkapellen, verschiedenen Spielmanns- und Fanfarenzügen sowie zahlreiche, farbenfrohe Guggenmusiker aus der Schweiz anschauten. „Genauso sonnig wie es heute ist, war es damals, allerdings nicht so kalt. Und die Stimmung ist prächtig gewesen“, erinnert sich ein 85-jähriger Umzugsteilnehmer. Das Videomaterial, das mit traditioneller Blasmusik umrahmt ist, stammt von Andreas Reutter, Plätzlerarchivar der Narrenzunft Weingarten. Dieser sei als leidenschaftlicher Sammler eines Tages auf einem Flohmarkt in Weingarten fündig geworden, den die Narrenzunft Weingarten einmal jährlich veranstaltet, um für das Weingartener Fasnetsmuseum zu sammeln. Hier habe Reutter zufällig zahlreiche alte Filmrollen aufgespürt, die viele Fasnetsveranstaltungen aus den 50er- und 60er-Jahren zeigen. „Das war schon ein genialer Fund. Wir haben die Filme aus längst vergangenen Zeiten oft unseren Senioren gezeigt, um diese an die Fasnet zu erinnern. Das waren richtig tolle Nachmittage“, sagte Reutter.

Aufgenommen wurden die Filme vom Weingartener Fotografen Dobler, der einst sein Geschäft in der Unteren Karlstraße in Weingarten betrieb. Unter dem Material befand sich auch ein Video, das das Aulendorfer Landschaftstreffen im Jahr 1968 zeigt. Mit der Aufforderung „gebt eurer Freude über das an euch vorbeiziehende großartigste Bild der Aulendorfer Fasnet Ausdruck. Spendet Beifall, vergesst den Narrenruf Narri-Narro nicht. Die Masken aller Zünfte wissen es euch bestens durch ihren Einsatz zu danken“ wurde damals das Volk gebeten, das närrische Treiben anzuheizen.

Bericht: Schwäbische Zeitung Lokalausgabe Bad Waldsee 15.02.2021
Text: Gisela Sgier

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.narrenzunftaulendorf.de/aulendorfer-zunft-laedt-zu-zeitreise-ins-jahr-1968/

PHP Code Snippets Powered By : XYZScripts.com
GDPR Cookie Consent mit Real Cookie Banner